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SoVD-Frauen starten ins 100. Jubiläumsjahr

Landesvorsitzende des SoVD Landesverband Bayern Barbara Hölzel : „Frauenrechte und Demokratie sind unzertrennlich!“

Heute starten  die Frauen im Sozialverband SoVD in ihr 100. Jubiläumsjahr. „Pflichten hatten die Frauen in unserer Gesellschaft schon immer. Aber die Rechte mussten sie sich mühsam erkämpfen. Hierzu haben die Frauen im SoVD sehr viel beigetragen“, erklärt die Landesvorsitzende Barbara Hölzel. Weiter führt sie aus: „Auch wenn in den vergangenen Jahrzehnten viele Verbesserungen erreicht wurden, bleiben die Herausforderungen enorm. Denn ohne Frauenrechte, Solidarität und Gerechtigkeit kann Demokratie nicht funktionieren. Frauenrechte und Demokratie sind unzertrennlich!, so Hölzel.

Unter dem Namen „Reichsbund der Kriegsopfer“ gab der SoVD am 15. Januar 1919 bekannt, auch Kriegswitwen und Kriegswaisen in die Organisation aufzunehmen. Obwohl rund 533 000 versorgungspflichtige Kriegswitwen und etwa 1,2 Millionen Kriegswaisen zu der bedrückenden Bilanz des Ersten Weltkriegs gehörten, war es in Deutschland keineswegs selbstverständlich, dass Frauen in einem Verband von Kriegsversehrten und Veteranen des Ersten Weltkriegs gleichberechtigt für eine gerechte Kriegsopferversorgung eintraten.

Weiterhin führt die Landesvorsitzende aus: „Kernpunkt der ersten politischen Initiativen der Frauen im SoVD war es, mehr Gehör bei der Kriegsopferentschädigung zu finden. Obendrein übten sie massiven politischen Druck auf die Politik aus, um Arbeitsplätze für die Kriegswitwen und Kriegswaisen zu schaffen“.

„Seit Ihrer Gründung vor 100 Jahren setzen sich die Frauen im SoVD vom Anfang an für die Versorgung von Angehörigen der Kriegsopfer ein. Deshalb werden die Frauen im SoVD auch im aktuell diskutierten Gesetzgebungsverfahren zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts dafür streiten, dass die Versorgung der Hinterbliebenen nicht verringert wird“.

Bereits 1917 als Kriegsopferverband gegründet, gehört der SoVD zu den langjährigsten und ursprünglichen Sozialverbänden in Deutschland.

Die historischen Erfahrungen seit 1917 – zwei Weltkriege, Unterdrückung und die NS-Diktatur – zeigen, dass soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Frieden einander bedingen. Daher setzt sich der Sozialverband SoVD seit 100 Jahren erfolgreich zugunsten sozial Benachteiligter für diese Werte ein.

Der SoVD unterhält in den Landesverbänden ein flächendeckendes Netz von Sozialberatungszentren und -büros sowie von Kreisgeschäftsstellen, die die Beratung der anspruchsberechtigten Mitglieder in allen sozialrechtlichen Angelegenheiten und die Vertretung vor den Sozialgerichten durchführen. Die Bundesrechtsabteilung nimmt die Interessen der Mitglieder vor dem Bundessozialgericht wahr.

Über ihre Rolle im Wandel der Zeit und die heutigen Aufgaben informieren die Frauen im SoVD in den kommenden Monaten. Das Jubiläumsjahr wird mit verschiedenen Maßnahmen begleitet.

100 Jahre SoVD: https://www.sovd.de/100/ 

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V. i. S. d. P.: Claudia Henze