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SPD verleiht Europapreis 2026 an Julia Nawalnaja

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Seit 2018 verleiht die SPD-Landtagsfraktion ihren Europapreis an Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die europäische Idee und die Werte der Europäischen Union verdient gemacht haben. Dieses Jahr erhielt die russische Bürgerrechtlerin Julia Nawalnaja für ihren mutigen Widerstand gegen das autoritäre russische Regime und ihren Einsatz für Menschenrechte am 29. Juni den Europapreis. SoVD- Landesvorsitzende Meta Günther nahm an der Preisverleihung teil.

Plakat auf Bühne und Publikum von hinten.
Veranstaltung der SPD Bayern für den Europapreis Demokratie 2026.

Holger Grießhammer, MdL und Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag, würdigte Julia Nawalnaja als 

„Leitfigur eines demokratischen Aufbruchs, die für ein besseres, neues freies und gerechtes Russland kämpft“. 

Nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes Alexej Nawalny vor zwei Jahren hat sich Nawalnaja nicht zurückgezogen, sondern führt den Kampf gegen Putins autoritäres Regime unbeirrt fort.

Die Laudatorin des Abends, Dr. Katarina Barley, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, setzt sich seit Jahren auf europäischer Ebene für Demokratie, Rechtsstaat und ein starkes, solidarisches Europa ein. In ihrer Laudatio sagte sie: 

„Wir leben in Zeiten, in denen die Demokratie von innen und außen unter Druck steht. Jetzt ist es umso wichtiger, Persönlichkeiten zu ehren, die demokratische Werte nicht nur leben, sondern sie Tag für Tag verteidigen. Dies gilt in besonderer Weise für Menschen wie Julia Nawalnaja. Unter Einsatz ihrer Freiheit und ihres Lebens kämpft sie für die Menschen in Russland. Trotz der Ermordung ihres Mannes Alexej entscheidet sie sich jeden Tag erneut für diesen Weg. Das verdient unseren größten Respekt.“

Die Preisträgerin Julia Nawalnaja sagte: 

„Ich glaube, dass Russland nicht nur aufgrund einer gemeinsamen Geschichte, sondern auch durch grundlegende Werte mit Europa verbunden ist und sich auf eine Zukunft zubewegen muss, die auf Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit basiert. Ich werde mich weiterhin für ein freies und friedliches Russland einsetzen und bin Europa dankbar, dass es zu diesen Werten steht und diejenigen unterstützt, die sie verteidigen.“

Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten die aus der Ukraine stammenden Pianisten Milana Chernyavska und Oleksandr Fediurko.